Behandlung von Gebärmutterhalskrebs und Gebärmutterkrebs
Mit jährlich etwa 10.000 Erkrankten ist Gebärmutterkrebs die fünfthäufigste Krebsart bei Frauen und die häufigste Krebserkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane. An Gebärmutterhalskrebs erkranken in Deutschland jährlich etwa 4400 Patient:innen. Aufgrund von regelmäßig angebotenen Vorsorge-Untersuchungen und einer Impfmöglichkeit gegen Humane Papillomviren (HPV) – einem der Hauptrisikofaktoren für Gebärmutterhalskrebs – ist diese Krebserkrankung in der Bevölkerung aber deutlich bekannter. Da beide Arten des Gebärmutterkrebses und dessen Vorstufen oft früh entdeckt werden, ist die Prognose für die meisten Patient:innen gut.
Im Folgenden zeigen wir etablierte Methoden zur Behandlung von Gebärmutterhalskrebs und Gebärmutterkrebs auf, stellen Ihnen neue Behandlungsoptionen wie die personalisierte Therapie vor und erklären, welche Faktoren unter anderem darüber entscheiden, welches Verfahren bei den betroffenen Personen zur Behandlung der Krebserkrankung zum Einsatz kommt.
Übrigens: Da nicht immer bei geschlechtsangleichenden Operationen die Gebärmutter entfernt wird, können auch trans*Männer an Gebärmutterkrebs oder Gebärmutterhalskrebs erkranken. Vorsorge-Untersuchungen sollten daher unbedingt regelmäßig wahrgenommen werden, um den Krebs in einem frühen Stadium zu erkennen und eine geeignete Behandlung bei Anzeichen für Gebärmutterkrebs einzuleiten.
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Inhaltsverzeichnis
- Krebs der Gebärmutter: Arten und Unterscheidungen
- Gebärmutterkörperkrebs
- Gebärmutterhalskrebs
- Das Stadium der Krebserkrankung entscheidet über die geeignete Therapie
- Stadien des Zervixkarzinoms
- Stadien des Endometriumkarzinoms
- Etablierte Verfahren bei der Gebärmutterhalskrebs-Therapie
- Operation
- Strahlentherapie
- Chemotherapie
- Radiochemotherapie
- Etablierte Verfahren bei der Gebärmutterkörperkrebs-Behandlung
- Operation
- Strahlentherapie
- Chemotherapie
- Hormontherapie
- Personalisierte Gebärmutter- und Gebärmutterhalskrebs-Behandlung mit RGCC
- Q-REstrain
- Clavic-Q-RE
- Vaccine Prep (ATA)
- Dendritische Zelltherapie
- Die Grundlage für eine personalisierte Behandlung bei Gebärmutterhalskrebs und Gebärmutterkrebs: Der Krebstest
- RGCC: Ihre Expert:innen für personalisierte Krebstests und Krebstherapien
Krebs der Gebärmutter: Arten und Unterscheidungen
Beim Gebärmutterkrebs (Uteruskarzinom) unterscheidet die Medizin zwei Arten, je nach Lokalisation des Krebses. Entweder hat der Krebs die Gebärmutterschleimhaut im Gebärmutterkörper befallen – dann spricht man vom Endometriumkarzinom bzw. Korpuskarzinom. Oder der Krebs hat den Gebärmutterhals befallen – dann spricht man vom Zervixkarzinom bzw. Kollumkarzinom. Ist allgemein von Gebärmutterkrebs die Rede, dann ist meist ein Tumor gemeint, der in der Schleimhaut der Gebärmutter sitzt. Manchmal wird diese Krebserkrankung auch ausdrücklich als Gebärmutterschleimhautkrebs oder Gebärmutterkörperkrebs bezeichnet. Ansonsten wird in der Regel explizit von Gebärmutterhalskrebs gesprochen.
Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom / Korpuskarzinom)
Bei einem Endometriumkarzinom befällt der Krebs die Schleimhaut im Inneren des Gebärmutterkörpers (Endometrium). Ein Krebsbefall des Endometriums wird auch als Gebärmutterkörperkrebs oder Gebärmutterschleimhautkrebs bezeichnet. Dieser Krebs entsteht, wenn die Zellen der Gebärmutterschleimhaut entarten, sich unkontrolliert vermehren und in umliegendes Gewebe einwachsen und dieses zerstören.
Das häufigste Symptom für Gebärmutterschleimhautkrebs sind ungewöhnliche Blutungen aus der Scheide, besonders nach der Menopause. Patient:innen in den Wechseljahren sollten diese grundsätzlich abklären lassen.
Die Tumoren werden in zwei Typen eingeteilt. Typ I macht etwa 80% der Erkrankungen aus. Diese Tumoren sind Östrogen-abhängig und bilden sich meist im Alter von 55 bis 65 Jahren aus bösartigen Verdickungen der Gebärmutterschleimhaut. Die Prognose ist in der Regel gut, wenn der Krebs früh entdeckt wird. Typ II umfasst mehrere Östrogen-unabhängige Tumor-Arten, die meist im Alter von 65 bis 75 Jahren auftreten. Diese sind aggressiver, sodass die Prognose für die Patient:innen meist schlechter ist.
Ein Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) kann sich in einen Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) weiterentwickeln, sobald die Erkrankung voranschreitet und auf weitere Bereiche der Gebärmutter übergeht.
Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom / Kollumkarzinom)
Ein Zervixkarzinom befällt den unteren Teil der Gebärmutter (Gebärmutterhals), an dem sie sich verengt und in die Scheide übergeht. Auch das Zervixkarzinom bezeichnet Veränderungen der Schleimhaut. Allerdings entwickelt sich ein Tumor typischerweise am Übergang zwischen der Gebärmutter- und der Scheidenschleimhaut, deren Zellen und Funktionen sich unterscheiden. Wichtigster Risikofaktor ist die Infektion mit bestimmten Humanen Papillomviren (HPV).
Symptome, die auf einen Gebärmutterhalskrebs hindeuten können, sind ungewöhnlicher Ausfluss aus der Scheide, Blutungen außerhalb des Zyklus, nach den Wechseljahren oder nach dem Geschlechtsverkehr oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.
Tumoren, die aus am Muttermund entstehen, werden als Plattenepithelkarzinom bezeichnet. Weiter oben sitzende Tumoren aus dem Drüsengewebe der Gebärmutter bezeichnet man als Adenokarzinom. Der erstgenannte Typ ist mit ca. 70–80% der Fälle am häufigsten. In seltenen Fällen treten auch andere Tumortypen (z.B. eine Mischung aus Plattenepithel- und Adenokarzinom) auf.
Ein Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) kann sich in einen Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom) weiterentwickeln, sobald die Erkrankung voranschreitet und auf weitere Bereiche der Gebärmutter übergeht.
Das Stadium der Krebserkrankung entscheidet über die geeignete Therapie
Welche Methoden für die Gebärmutterhals- oder Gebärmutterkrebs-Therapie eingesetzt werden, hängt nicht nur von der Lages des Tumors (Tumortyp) ab. Entscheidend ist, in welchem Stadium sich die Erkrankung befindet. Dabei gilt: Je eher ein Tumor erkannt wird, desto höher sind die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung. Ist der Krebs bereits weit fortgeschritten, können mitunter nur noch die Symptome gelindert werden, um die Lebensqualität der Patient:innen zu verbessern.
Sowohl beim Zervixkarzinom als auch beim Endometriumkarzinom werden die Stadien nach der TNM-Klassifikation eingeteilt. „T“ bezeichnet die Ausbreitung des Primärtumors, „N“ steht für den Befall von Lymphknoten und „M“ bezeichnet das Vorhandensein von Fern-Metastasen.
Stadien des Zervixkarzinoms
- Stadium 0: Frühstadium oder fortgeschrittene Krebsvorstufen. Der Krebs bzw. die veränderten Zellen wachsen ausschließlich in den oberen Gewebeschichten des Gebärmutterhalses. Der Krebs ist „in situ“ und durch eine Operation zu entfernen.
- Stadium I: Der Tumor ist auf den Gebärmutterhals begrenzt und in der Regel nur mit dem Mikroskop oder gerade erst mit dem bloßen Auge erkennbar. Auch hier wird meist eine Operation zur Behandlung durchgeführt. Bei erhöhtem Risiko für einen Rückfall kann zusätzlich auch eine sogenannte „Strahlen-Chemo“ (Kombination aus Chemo- und Strahlentherapie, auch Radiochemotherapie) sinnvoll sein.
- Stadium II: Der Tumor wächst im oberen Drittel der Scheide (IIA). In IIB ist auch der Halteapparat der Gebärmutter (Parametrien) befallen.
- Stadium III: Der Krebs hat sich ins untere Drittel der Scheide ausgebreitet (IIIA). In Stadium IIIB ist auch die Beckenwand betroffen oder der Tumor verursacht einen Nierenstau. Wenn die Lymphknoten vom Krebs befallen sind, wird der Gebärmutterhalskrebs immer mindestens als Stadium IIIB klassifiziert. In Stadium IIIA wird in der Regel eine Operation mit ergänzender Radiochemotherapie durchgeführt. In IIIB erfolgt zur Behandlung meist eine Strahlen-Chemotherapie.
- Stadium IV: Der Krebs ist weit fortgeschritten. In IVA ist der Krebs in die Schleimhaut der Blase oder des Darms eingewachsen oder wächst in den Bauchraum. Sobald Fern-Metastasen vorliegen, wird der Gebärmutterhalskrebs als Stadium IVB klassifiziert. Eine Heilung ist dann nur noch schwer möglich. In IVA kommt oft auch eine Strahlen-Chemo zum Einsatz. In IVB wird meist eine Chemotherapie oder Strahlentherapie durchgeführt, um die Tumorausbreitung zu verhindern und Beschwerden zu lindern.
Stadien des Endometriumkarzinoms
- Stadium I: Im Frühstadium ist der Tumor auf die Schleimhaut im Gebärmutterkörper begrenzt. Im späteren Verlauf sind die Krebszellen bereits in die Muskelschicht der Gebärmutter eingewachsen. Für das Endometriumkarzinom in Stadium I ist die Basis-Therapie die Operation. Bei hohem Risiko eines Rückfalls kann im Anschluss eine Bestrahlung durchgeführt werden.
- Stadium II: Der Krebs hat sich auf den Gebärmutterhals ausgebreitet. Er ist aber noch nicht in das umgebende Gewebe eingewachsen. Auch in diesem Stadium wird in der Regel operiert. Zusätzlich dazu kann eine Strahlentherapie erfolgen. Bei hohem Rückfallrisiko kann nach der OP eine Chemotherapie durchgeführt werden.
- Stadium III: In den fortgeschrittenen Stadien IIIA und IIIB sind die Eierstöcke, die Scheide oder die Haltebänder der Gebärmutter (Parametrien) vom Krebs befallen. In den Stadien IIIC1 und IIIC2 hat der Tumor bereits Metastasen in den Beckenlymphknoten oder in den paraaortalen Lymphknoten (an der Hauptschlagader) gebildet. Je nach Tumor-Ausbreitung wird oft eine Kombination aus operativer Therapie, Strahlentherapie und/oder Chemotherapie durchgeführt.
- Stadium IV: Der Gebärmutterkrebs ist weit fortgeschritten. In IVA hat er sich bereits in die Schleimhaut der Blase oder des Enddarms ausgebreitet. In IVB hat der Tumor in anderen Organen Fern-Metastasen gebildet. Eine Heilung ist dann nur noch schwer möglich. In IVA wird in der Regel eine Operation mit einer Strahlen-Chemo kombiniert. In IVB werden oft eine Strahlen- und Chemotherapie eingesetzt, um Beschwerden zu lindern. Bei bestimmten Tumor-Typen kann eine Hormontherapie sinnvoll sein.
Ebenso berücksichtigen Ärzt:innen persönliche Faktoren bei der Wahl der geeigneten Behandlung von Gebärmutter- oder Gebärmutterhalskrebs, wenn diese den Behandlungserfolg nicht mindern. Dazu zählen, ob ein Kinderwunsch besteht, ob die Krebserkrankung vor oder nach den Wechseljahren auftrat und welche langfristigen Folgen der Therapie zu erwarten sind. Auch weitere Faktoren wie der allgemeine Gesundheitszustand, das Alter der Betroffenen oder bestimmte Risikofaktoren fließen in die Erarbeitung des Behandlungskonzeptes ein.
Nach ausführlicher Beratung mit den Betroffenen und Ärzt:innen mehrerer Fachgebiete wird dann der individuelle Therapieplan festgelegt. Dieser kann sich an der sogenannten S3-Leitlinie Endometriumkarzinom und der S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Patientin mit Zervixkarzinom orientieren. Dies sind deutschlandweit gültige Leitfäden, die von ärztlichen Fachgesellschaften erarbeitet wurden und in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden.
Etablierte Verfahren bei der Gebärmutterhalskrebs-Therapie

Operation
Die Behandlung von Gebärmutterhalskrebs erfolgt oftmals operativ. Dabei werden hauptsächlich drei Operationen unterschieden:
- Konisation: Bei der Konisation wird ein kegelförmiges Gewebestück des Gebärmutterhalses entfernt. Dieses Verfahren dient der Diagnose und Behandlung von Vorstufen oder sehr kleinen Tumoren, oft in frühen Krankheitsstadien. Es ist auch eine Therapieoption wenn die Patientin noch Kinder bekommen möchte, da es den Erhalt der Gebärmutter ermöglicht.
- Trachelektomie: Diese Methode entfernt den Gebärmutterhals und die obere Scheide, wobei die Gebärmutter erhalten bleibt. Sie ist besonders bei jungen Patient:innen mit Kinderwunsch geeignet. Lymphknoten und umliegendes Gewebe können bei diesem Eingriff ebenfalls entfernt werden, um eine Ausbreitung des Krebses zu verhindern.
- Hysterektomie: Die Entfernung der gesamten Gebärmutter (Hysterektomie) wird in frühen Stadien angewendet. Bei fortgeschrittenen Tumoren erfolgt eine radikale Hysterektomie, bei der auch umliegendes Gewebe wie Beckenlymphknoten entfernt wird, um eine vollständige Entfernung aller Krebszellen zu gewährleisten.

Radiochemotherapie
Fokale Therapien behandeln nur den vom Krebs befallenen Teil der Prostata. Zu den gezielten Therapien zäh
Diese Kombinationstherapie setzt Strahlentherapie und Chemotherapie gleichzeitig ein. Besonders bei lokal fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs angewendet, erhöht sie die Wirksamkeit beider Therapien. Zytostatika verstärken die Empfindlichkeit der Tumorzellen gegenüber Strahlung. Die hochenergetische Strahlung schädigt die DNA der Krebszellen und stört Ihr Wachstum. Eine Radiochemotherapie kann auch nach einer Operation oder als Haupttherapie bei nicht-operablen Tumoren genutzt werden.
len bspw. die Vaskuläre gezielte photodynamische Therapie (VTP), Kryotherapie, Hochintensiver fokussierter Ultraschall (HIFU) oder die Irreversible Elektroporation (IRE). Bisher ist nicht gesichert, ob diese Verfahren die gleiche Wirksamkeit besitzen wie eine Operation oder Strahlentherapie. Aktuell werden hierzu einige Studien und Tests durchgeführt.

Strahlentherapie
Die Strahlentherapie kann sowohl extern (Teletherapie) als auch intern (Brachytherapie) angewendet werden. Sie zielt darauf ab, Tumorzellen durch hochenergetische Strahlen zu zerstören. Oft wird sie bei lokal fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs eingesetzt – manchmal in Kombination mit Chemotherapie – um die Heilungschancen zu erhöhen. Die Strahlentherapie kann in Kombination mit einer OP als adjuvante (nach der Operation) oder neoadjuvante (vor der Operation) Therapie verwendet werden. Adjuvant soll sie restliche Krebszellen zerstören, neoadjuvant den Tumor vor der OP verkleinern.

Chemotherapie
Chemotherapie wird bei fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs oder metastasierenden Tumoren eingesetzt. Meist wird sie mit Strahlentherapie kombiniert (Radiochemotherapie). Dabei wirken Zytostatika systemisch auf den Körper, um Krebszellen zu zerstören oder deren Wachstum zu hemmen. Sie kann auch zur Verkleinerung des Tumors vor einer Operation angewendet werden. Zusätzlich hilft Chemotherapie dabei, Krebszellen zu bekämpfen, die möglicherweise bereits in anderen Körperteilen verbreitet sind.
Etablierte Verfahren bei der Gebärmutterkörperkrebs-Behandlung

Operation
Die Hauptbehandlung bei Gebärmutterkörperkrebs ist die Operation. Sie umfasst in der Regel die Entfernung der kompletten Gebärmutter (Hysterektomie), der Eierstöcke und Eileiter. Oft erfolgt dies laparoskopisch, also mikroinvasiv, was weniger belastend für den Körper ist. Bei fortgeschrittenen Fällen wird auch eine systematische Entfernung der Lymphknoten vorgenommen. Die Entscheidung über den Umfang der Operation hängt von Tumorstadium und -typ ab. Die Operation ist oft kurativ, insbesondere in frühen Stadien, und wird auch verwendet, um eine genauere Diagnose vorzunehmen und das Ausmaß der Krebsausbreitung zu bestimmen.

Strahlentherapie
Die Strahlentherapie wird eingesetzt, um verbliebene Krebszellen nach einer Operation abzutöten. Sie kann auch bei fortgeschrittenem oder nicht operablem Krebs die primäre Behandlungsmethode sein. Die vaginale Brachytherapie, bei der Strahlenquellen nahe dem Tumor platziert werden, wird zur Vorbeugung von Rückfällen verwendet. Externe Bestrahlung, die über mehrere Wochen erfolgt, zielt auf den gesamten Beckenbereich ab, um lokale und Lymphknotenmetastasen zu behandeln. Wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist, kann eine Strahlentherapie Schmerzen lindern und das Tumorwachstum verlangsamen.

Chemotherapie
Chemotherapie wird eingesetzt, wenn der Krebs weit fortgeschritten ist, auf andere Therapien nicht anspricht oder es sich um einen Rezidiv (Rückfall) handelt. Sie hemmt das Wachstum von Krebszellen, indem sie ihre Zellteilung stört. Typische Chemotherapeutika bei Gebärmutterkörperkrebs sind beispielsweise Carboplatin und Paclitaxel. Diese Medikamente können systemisch im ganzen Körper wirken und werden oft eingesetzt, wenn sich der Krebs auf andere Organe ausgebreitet hat. Oftmals wird die Chemotherapie nach der Operation und in Kombination mit Bestrahlung angewendet, um verbliebene Krebszellen zu zerstören.

Hormontherapie
Da viele Endometriumkarzinome Hormon-abhängig sind, wird eine Hormontherapie angewendet, um das Tumorwachstum zu verlangsamen. Dabei werden meist Gestagene (weibliche Hormone) eingesetzt. Sie ist vor allem bei fortgeschrittenem Krebs oder als Alternative zur Operation bei älteren oder gesundheitlich stark eingeschränkten Patient:innen geeignet. Auch die Kombination mit Antiöstrogenen wird untersucht. Auch junge Patient:innen, deren Hormon-abhängiger Krebs ein niedriges Risiko für eine Metastasierung oder einen Rückfall hat und die ihre Fruchtbarkeit erhalten möchten, können mit dieser Therapie behandelt werden.
Personalisierte Gebärmutter- und Gebärmutterhalskrebs-Behandlung mit RGCC
Chemo- und Strahlentherapien gehen oft mit starken Nebenwirkungen für den gesamten Körper der Patient:innen einher. Daher beschäftigt sich die Krebsforschung fortwährend mit möglichen neuen Therapien für Zervixkarzinome und Endometriumkarzinom, die eine gezieltere Behandlung der Krebszellen ermöglichen sollen. Zielgerichtete Therapien und Immuntherapien sind neuere Ansätze in der Behandlung von Gebärmutterhalskrebs und Gebärmutterkörperkrebs. Sie greifen spezifische Merkmale der Tumorzellen an oder stärken das Immunsystem, um Krebszellen effektiver zu bekämpfen. Diese Methoden kommen insbesondere bei metastasierenden oder therapieresistenten Tumoren zum Einsatz und befinden sich teilweise noch in Entwicklung.
Die Teams von RGCC International bestehen aus Forschenden verschiedenster Disziplinen, die in einem internationalen Labor-Netzwerk aktiv sind. Unsere Expert:innen kombinieren zukunftsweisende Forschung mit modernster Technologie, um zielgerichtete Krebstherapien zu entwickeln. Wir arbeiten täglich daran, die Ergebnisse für Patient:innen weiter zu verbessern und die Zahl unwirksamer Therapien zu reduzieren.
Die folgenden personalisierten Krebstherapien von RGCC sind grundsätzlich für den Einsatz in der Gebärmutterkrebs-Therapie geeignet.
Ob und welche der Methoden im individuellen Fall eingesetzt werden können, kann nur ein Krebstest in Verbindung mit weiterführender Diagnostik durch spezialisierte Ärzt:innen klären.

Q-REstrain
Q-REstrain besteht aus microRNA-Molekülen, die die Fähigkeit aufweisen, die Expression eines bestimmten Zielgens zu regulieren. MicroRNAs (miRNAs) sind kurze dsRNAs (doppelsträngige RNAs) und werden durch Spaltung langer dsRNAs mittels Dicer erzeugt. miRNAs verbinden sich dann mit dem RNA-induzierten Silencing-Komplex (RISC) und bewirken das Gen‑Silencing. RNAi wird bei der Therapie verschiedener Krankheiten wie Krebs, Virusinfektionen, Atemwegserkrankungen usw. eingesetzt. Das Abzielen auf bestimmte Proteine durch den Abbau ihrer mRNA ist bei der Behandlung verschiedener Krebsarten bzw. anderer Infektionen weit verbreitet.
Q-REstrain enthält aus der Patientenprobe isolierte microRNAs die den Abbau spezifischer mRNA-Moleküle bewirken, welche in der spezifischen Probe überexprimiert sind und dadurch deren Expression regulieren. Q-REstrain ist nur für die autologe Anwendung bestimmt und wird über das RGCC-Netzwerk bereitgestellt.

Clavic-Q-RE
Clavic-Q-RE ist eine adoptive Zelltherapie, die darauf abzielt, eine robuste Anti‑Tumor‑Immunantwort hervorzurufen.
Clavi-Q-RE enthält verschiedene Zellpopulationen, die aus der Probe des Patienten bzw. der Patientin isoliert wurden. Dazu gehören Monozyten, natürliche Killerzellen sowie dendritische Zellen, die bereits in vivo gegen Tumorantigene aktiviert sind, zytotoxische T‑Lymphozyten und Plasmazellen, die bereits in vivo gegen Tumorantigene differenziert wurden. Clavic‑Q-RE ist nur für die autologe Anwendung bestimmt und wird über das RGCC-Netzwerk bereitgestellt.

Vaccine Prep (ATA)
Die Immuntherapie „Vaccine Prep“ zeigt vielversprechende Ansätze, um spezifische Immunzellen gezielt zu aktivieren oder zu stärken. Diese sollen speziell Krebszellen erkennen und zerstören. Hierbei greifen wir auf die Verwendung von zellulären Fragmenten von absterbenden Tumorzellen (CTCs) zurück, wie etwa Zellmembranen, Organellen, Mitochondrien sowie zelluläre RNA und DNA. Dies stimuliert die Entwicklung von dendritischen Zellen und fördert somit die Tumor-Antigen-Therapie.

Dendritische Zelltherapie
Dendrititsche Zelltherapie hat zum Ziel, das Immunsystem zu aktivieren oder zu stärken, um spezifische Immunzellen gezielt gegen Krebszellen einzusetzen. Die Immuntherapie nutzt dabei körpereigene, dendritische Zellen, welche spezifische Marker auf der Oberfläche von Krebszellen erkennen können. So soll die Tumorabwehr verbessert werden. Gleichzeitig sollen systemische Nebenwirkungen gering gehalten werden. Sie ist sowohl für hämatologische als auch solide Tumore als Behandlungsmethode geeignet.
Die Grundlage für eine personalisierte Behandlung bei Gebärmutterhalskrebs und Gebärmutterkrebs: Der Krebstest
Um eine personalisierte Behandlung bei Gebärmutterhalskrebs oder Gebärmutterkrebs einleiten zu können, muss ein Krebs-Bluttest durchgeführt werden. Bei diesem Test werden spezielle biologische Merkmale des Tumors untersucht. Die Ergebnisse des Krebstests sowie weitere diagnostische Verfahren liefern Ärzt:innen die Grundlage, auf der sie den individuellen Behandlungsplan für ihre Patient:innen festlegen. Dazu zählt die Auswahl geeigneter Therapie-Verfahren sowie deren bestmögliche Kombination.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin darüber, welcher RGCC-Test zur Diagnose von Gebärmutterkrebs oder Gebärmutterhalskrebs, zum Nachweis spezifischer Biomarker und zur individuellen Anpassung der Krebsbehandlung eingesetzt werden kann.
Krebstests
Neue Methoden und zuverlässige Tests, um eine personalisierte Behandlung zu ermöglichen.
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Der InVyomma Plus-Test konzentriert sich auf die Erstellung von Profilen des Darm-Mikrobioms, einschliesslich der Analyse kurzkettiger Fettsäuren…
RGCC: Ihre Expert:innen für personalisierte Krebstests und Krebstherapien
Die Forscher:innen von RGCC International arbeiten täglich daran, bisher unerfüllte medizinische Bedürfnisse zu erfüllen und zu einer gezielteren Krebstherapie beizutragen. Wir möchten Ärzt:innen und Patient:innen mit unseren Tests und Therapien unterstützen, damit Krebs noch effektiver behandelt werden kann.
Sie möchten mittels eines Bluttests eine frühzeitige Krebs-Diagnose, eine Analyse der Erkrankung oder ein Therapie-Monitoring durchführen lassen? Dann nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf! Unsere hochmodernen Tests und Therapien sind exklusiv für Ärzt:innen im RGCC-Netzwerk erhältlich. Neben der Gebärmutterkrebs-Behandlung können unsere Verfahren auch bei weiteren Krebsarten wie Brustkrebs, Blasenkrebs, Darmkrebs, Lungenkrebs oder Prostatakrebs eingesetzt werden. Haben Sie offene Fragen? Kontaktieren Sie das hochspezialisierte Team in unserem Help-Desk! Wir unterstützen Sie gern.
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